15 Meilen westlich von Lancaster, CA befindet sich an der Lancaster Road bzw. Avenue I (Map) ein schönes kleines Naturschutzgebiet, das sich ganz und gar der kalifornischen Staatsblume widmet, dem orangefarbenen Kalifornischen Goldmohn (california poppy, eschsholtzia californica). Jedes Frühjahr von Anfang März bis in den Mai hinein überzieht ein dichter, leuchtender Teppich die hügeligen Grasflächen der Antelope Valley California Poppy State Natural Reserve (SNR). Ihren Höhenpunkt erreicht die Goldmohn-Blüte meist Mitte April. Nicht so aber heuer: hier ist ein ziemlich ernüchternder Vergleich zwischen den Jahren 2008 und 2009 zu sehen. Auch die Warnung auf der offiziellen Webseite bzgl. “Wind” spricht für sich. Außer in den ganz frühen Morgenstunden, war bei unserem Besuch überhaupt nicht ans Fotografieren zu denken!
Generell gilt auch: wer in der Poppy Reserve an einem bewölkten Tag eintrifft, sollte sich nicht wundern. Ohne Sonnenstrahlen lassen die meisten Poppies ihre Blüten geschlossen und die Hügel am Rande der Mojave Wüste sehen dann langweilig grau und unscheinbar aus. Dieses zweifelhafte “Vergnügen” hatten wir gestern Nachmittag… Zum Glück zeigten sie sich aber heute Morgen noch von einer schöneren Seite, ein nettes Abschiedsgeschenk so kurz vor unserem Abflug!
geöffnet von Sonnenauf- bis -untergang; Parkgebühr: $5 pro Auto
Poppy Reserve Wildflower Hotline (661) 724-1180
Offizielle Webseite der Reserve
Tipp: Wesentlich schöner als die Reserve selbst waren dieses Jahr die Felder nordwestlich des Schutzgebiets. Hier blüht es oft noch viel üppiger und außerdem muss man keinen Eintritt zahlen. Am besten man folgt der Lancaster Road für noch ca. 2 mi nach Westen und biegt dann nach rechts auf die 170th Street West ab in Richtung Hwy 138 (Avenue D). Rechterhand zweigt schon bald eine Staubpiste ab, die mitten in die Blumenwiesen hinein führt (Map). Vielen Dank für diesen Tipp, Laurent! 
Während man in der Reserve nicht in die Verlegenheit kommt, die Felder zu betreten (da verboten), so kann man sich außerhalb der Parkgrenzen bzgl. Blumenmakrofotografie so richtig austoben (sofern es nicht windet…
).
Nicht vergessen sollte man aber, dass die Felder rund um Lancaster das Habitat der Mojave Green Rattlesnake ist. Jedes Jahr kommt es hier zu zahlreichen Bisswunden, wobei die ausgewachsenen Schlangen zum Glück eher sparsam mit ihrem Gift umgehen und oftmals “nur trocken” zubeißen (”dry bite“). Aber “trocken” hin oder her, mir war beim Gedanken an diese gut getarnte “Rasselbande” trotzdem nicht ganz wohl zumute…
Weitere Wildblumenlocation in der näheren Umgebung: Noch viel schöner als in Lancaster waren heuer Mitte März die Felder östlich der kleinen Ortschaft Arvin. Ein Blütenmeer aus orange leuchtenden Poppies, dunkelblauen Lupinen, rosafarbenem Klee (owl’s clover) und einer Vielzahl an gelben und weißen Blümchen (u.a. goldfield, cream cups und coreopsis). Diesen Tipp hatten wir kurz vor unserem Hinflug der Wildblumenseite von Carol Leigh entnommen.
Tolle Poppies … vor meinem inneren Auge sehe ich euch, wie ihr auf dem Bauch über die Wiesen rutscht
Wieso gibt es denn davon keine Fotos?! 
Susan
Zensur…

Wunderbar, dieser orange Farbton!