Teide – wie komme ich auf den Gipfel?
Heute wollten wir endlich mal ganz hinauf! Per Seilbahn und über den kurzen Gipfelpfad ist Spaniens höchster Berg, der Pico del Teide, ja relativ leicht zu “bezwingen”. Was wir aber bislang nicht wussten: Die Gefahr, dass man oben an der Bergstation (160 Höhenmeter unterhalb des Gipfels) nichts machen darf außer wieder nach unten zu fahren, ist während der kalten Jahreszeit groß. Zumindest war es diesen Winter so. Auch ein guter Freund ist letzte Woche nichtsahnend in die Seilbahn gestiegen und stand dann oben unerwartet vor den Absperrungen. 
Er hat uns noch rechtzeitig gewarnt und so konnten wir gestern wenigstens die Seilbahn kostenlos stornieren. Das Geld, das die Parkverwaltung für die Gipfelpermits kassiert hat, bekommt aber keiner zurück…
Eigentlich hätte das ein positiver Blog werden sollen, nun wird er auch eine Art “Warnung vor einer Enttäuschung vor Ort“. Einige werden den Blick von der Bergstation auch als “ausreichend” empfinden, aber die meisten Besucher, die mit der Seilbahn hinauffahren, wollen wahrscheinlich schon noch den 360°-Rundumblick von ganz oben genießen und – so wie wir – unbedingt rüber zum tollen Mirador de Pico Viejo gehen. Oder zumindest nicht böse überrascht werden…
Den Ausflug muss man übrigens auch zur wärmeren Jahreszeit rechtzeitig planen – 56 Tage im Voraus!
Daher hier jetzt lieber mal der Reihe nach. Zuerst alles zu den Permits und Tickets, die man benötigt, und danach ausführlicher zum Sonderfall “Teide-Gipfel im Winter“.
Wo genau liegt der Teide?
Spaniens höchster Gipfel erhebt sich im Zentrum Teneriffas, der größten Kanarischen Insel im Atlantischen Ozean rund 290 km vor der Küste Marokkos. Der umliegende Teide Nationalpark zählt zum UNESCO-Welterbe. Das 360°-Panorama auf dem 3.715 m hohen Berg ist gigantisch – bei klarem Wetter sieht man von dort nicht nur die gesamte Insel, sondern noch das benachbarte La Gomera, La Palma, Gran Canaria sowie El Hierro. Und auch die dünne Luft raubt einem den Atem. 
Wie kommt man am besten auf den Gipfel?
Für alle, die möglichst wenig Höhenmeter zu Fuß zurücklegen wollen, empfiehlt sich die Seilbahn. Sie verbindet die Talstation in der großen Caldera mit der Bergstation La Rambleta, die rund 1.200 m höher auf 3.555 m liegt. Für die letzten 160 m Höhenmeter zu Fuß, also den endgültigen “Gipfelsturm”, wird noch eine extra Bewilligung der Nationalparkverwaltung benötigt. Und die ist heiß begehrt:
Die Permisos für den PNT‑10 “Telesforo Bravo”
Diese Erlaubnis ist deutlich schwieriger zu ergattern als ein Seilbahnticket, so dass alle die ganz nach oben auf 3.715 m möchten, sich zuerst das “Permiso” für den PNT‑10 “Telesforo Bravo” von La Rambleta zum Gipfel sichern sollten. Es geht hier um die letzten 660 m bzw. 160 Höhenmeter, für die man – je nach Kondition – ca. 30-40 min benötigt.
Erhältlich sind die Bewilligungen online auf der Plattform -> Tenerife ON.
Die Buchung ist bis zu 56 Tage im Voraus möglich (*NEU* bis Februar waren es 28 Tage!). Jeden Montag um 7:00 Uhr (Kanarische Zeit) wird eine komplette, neue Woche freigeschaltet. Einen Wecker stellen schadet nicht, denn zur Deadline sollte man möglichst schnell sein, wenn man nicht leer ausgehen möchte.
Für jeden Tag werden 200 Genehmigungen ausgestellt, aufgeteilt in vier Timeslots:
- 09–11 Uhr
- 11–13 Uhr
- 13–15 Uhr
- 15–17 Uhr
Aber Vorsicht, ein Teil der Permisos ist für professionelle Guides und geführte Touren geblockt. Und zu den Zeiten vorher und nachher fährt die Seilbahn nicht (außer zum Teil im Juli/Aug/Sept). Kleingedrucktes beachten!
Solltet ihr euch für den ersten oder letzten der vier regulären Timeslots interessieren, achtet unbedingt darauf, wann die erste oder die letzte Seilbahn an dem Tag fährt (Öffnungszeiten -> hier). Jetzt Anfang März bewegt sich die letzte Bahn z.B. schon um 16:50 Uhr talwärts. Danach geht es nur noch zu Fuß steil bergab (1.200 Höhenmeter!).
Ich hatte bei unserer Buchung den Eindruck, dass 9-11 und 11-13 Uhr die beliebtesten Zeitfenster waren. Diese haben einen großen Vorteil: Dann sind an der Talstation noch reichlich Parkplätze vorhanden – spätestens ab 11 Uhr werden sie zur absoluten Mangelware. Einen Nachteil könnte es aber geben: man wird ggf. nicht rechtzeitig informiert, falls an dem Tag die Seilbahn wegen Wind o.Ä. ausfällt.
Wichtig:
Zur Deadline solltet ihr unbedingt schon einen Account bei Tenerife ON haben und eingeloggt(!) sein sowie Kreditkarteninfo und Ausweisnummer aller Teilnehmer parat haben. Und es muss der Reisepass/Personalausweis sein, mit dem ihr nach Teneriffa fliegt (die Nummer wird vor Ort kontrolliert!). Nachdem ihr im Kalender den Tag ausgewählt und die Anzahl der Leute eingegeben habt, geht es auf der zweiten Seite weiter, wo genau diese Daten abgefragt werden. Nach einem erfolgreichen Zahlvorgang erhält man ein PDF, das dann bei der Wanderung mitzuführen ist.
Und bitte vergesst auch die Winterjacke, Handschuhe und eine Kopfbedeckung nicht! Selbst im Frühling/Herbst kann es dort oben eisig kalt sein. Der Temperaturunterschied zu den Küstenregionen ist dann sehr groß.
Was man wissen sollte:
Die Bewilligungen, einmal ausgestellt, sind weder stornierbar noch übertragbar. Das Geld kassiert der Nationalpark, selbst wenn an dem Tag der “Gipfelsturm” nicht möglich sein sollte.
Nur wenn der Betrieb der Teide-Seilbahn eingestellt wird, kann eine Rückerstattung per E-Mail (tenerifeon@gesplan.es) beantragt werden. Nebel, Eis und Schnee sind aber kein Grund, das erzähle ich dann noch ausführlicher unter “Was muss ich im Winter beachten?“.
Wann reserviere ich die Seilbahntickets?
Die Tickets für die 8-minütige Fahrt mit dem Teleférico holt man sich am besten gleich nach dem Erwerb der PNT-10 Permisos. Zumindest alle, die zur Bergstation nicht hinaufwandern möchten. 
Bei uns konnte man das gut mitverfolgen, wie nach der Reservierung des PNT-10 auch die dazu kompatiblen Seilbahntickets langsam immer weniger wurden. Und da man sich ja neuerdings nur noch maximal 2 Stunden dort oben aufhalten darf, sollte man das Ganze schon möglichst gut timen. Denn nur so hat man ausreichend Zeit für die Gipfelwanderung sowie für den Weg hinüber zum Mirador de Pico Viejo (und ggf. noch zum Mirador de La Fortaleza).
Tickets werden auf dem offiziellen Portal vergeben -> VolcanoTeide (etwas runterscrollen und “Seilbahnticket Auf- und Abfahrt” anklicken). Urlauber zahlen für die normale Hin- und Rückfahrkarte derzeit €42 (Kinder €21), Einheimische/Ortsansässige nur einen Bruchteil. Inbegriffen im Seilbahnticket ist die Ausstellung “Wirtschaft und Legende” bei der Talstation. Das Ganze ist auch ziemlich risikofrei und kundenfreundlich, denn das Stornieren oder Umbuchen der Tickets ist bis 18 Uhr des Vortages kostenlos. D.h., selbst wer sich kurzfristig gegen einen Besuch entscheidet, darf noch alles absagen.
Es wird empfohlen bei der Talstation mindestens 20 Minuten vorher zu erscheinen. Es kann dann auch sein, dass man schon etwas früher mitfahren darf. Während der Öffnungszeiten (ab 9 Uhr bis ca. 17/18 Uhr mit saisonalen Abweichungen) verkehren die Kabinen praktisch im Dauerbetrieb. Die Gondeln haben jeweils eine Maximalkapazität von 44 Leuten, aus Komfortgründen werden jedoch meist nur 35 Personen auf einmal befördert.
Lohnt sich der Abstecher zum Mirador de Pico Viejo?
Auch ohne Gipfel-Permit lohnt sich die Fahrt zur Bergstation, denn es gibt noch zwei kurze, genehmigungsfreie Wege. Sie führen ab La Rambleta fast ebenerdig mit nur leichtem Auf und Ab zu zwei Aussichtspunkten:
- PNT‑12 Mirador de Pico Viejo – Distanz 720 m, 66 Höhenmeter
mit tollem Blick über die westliche Caldera sowie in die Krateröffnung des 3129 m hohen Pico Viejo (1798 ausgebrochen); bei klarer Sicht sieht man von dort auch die drei westlichsten Kanareninseln La Gomera, El Hierro und La Palma
(www.tenerifeon.es/en/routes/hiking/pnt-12-mirador-de-pico-viejo) - PNT‑11 Mirador de La Fortaleza – Distanz 580 m, 42 Höhenmeter
mit etwas eingeschränktem Blick auf den östlichen Teil der Caldera
(www.tenerifeon.es/de/wege/wanderweg/pnt-11-mirador-de-la-fortaleza)
Aber Vorsicht im Winter: Martin ist letzte Woche extra nur für den Blick vom Mirador de Pico Viejo mit der Seilbahn hinaufgefahren. Es hat aber leider nicht geklappt, denn ebenso wie der Gipfeltrail sind der PNT-12 und 11 im Winter gerne mal länger gesperrt:
Was muss ich im Winter beachten?
Eine erfolgreich ergatterte und bezahlte PNT-10-Bewilligung ist noch keine Garantie, dass man auf den Gipfel darf. Im Sommer ist die Gefahr (außer bei Sturm oder Nebel) nicht so groß, aber im Winter leider doch. Sobald nur ein Hauch von Schnee oder Eis im Gipfelbereich liegt, sperrt die Nationalparkverwaltung die Wege ab der Bergstation für Wochen (oder Monate). Dann ist alles abgeriegelt – man darf weder weiter rauf, noch nach links (Mirador de Pico Viejo) oder rechts (Mirador de la Fortaleza). Und es gibt beim Zustieg in die Seilbahn keinerlei Hinweise darauf!
Der einzige Anhaltspunkt, den man hat: Auf der offiziellen Webseite des Telesforo Bravo ist dann ein gelbes Warndreieck gleich im ersten Kasten “Incidencia/Zwischenfälle” zu sehen.
Mit Streetview kann man sich in der Bergstation etwas umschauen und in etwa einschätzen, ob man für die Fahrt und diesen Blick 42€/Person ausgeben möchte. Fotos von dort sehen in etwa so aus wie jenes, das Martin mir geschickt hat (siehe unten). An dieser Stelle vielen lieben Dank und auch für einige der anderen Fotos hier, Martin! 
Ein 360°-Panorama eröffnet sich nur von ganz oben auf dem Gipfel. Bei der Bergstation gibt es leider keinen Rundumblick. Dort schaut man nach Süden hinunter in die Caldera (und das bei Gegenlicht bis zum frühen Nachmittag).
Auch wenn man es vielleicht nicht vergleichen kann: Mir persönlich gefällt der Alto de Guajara auf 2.718 m am Kraterrand oberhalb des Paradors irgendwie besser. Von dort überblickt man die komplette Caldera mit dem Pico del Teide im Hintergrund (Richtung Norden und ganz ohne Gegenlicht).
Tipp: Wer am Vortag das gelbe Dreieck sieht, darf noch bis 18 Uhr die Seilbahn stornieren (es ist ein privates Unternehmen und hat nichts mit der Parkverwaltung zu tun).
Genau das haben auch wir gestern – schweren Herzens – getan. ;-(
WICHTIG:
Lasst euch nicht täuschen. Unter den Reservierungsbedingungen des PNT-10 steht (Stand März 2026):
“Eine Rückerstattung des Reservierungsbetrags erfolgt ausschließlich, wenn der Wanderweg aus meteorologischen Gründen oder aus anderen Gründen geschlossen werden muss.”
Ich finde diese Formulierung SEHR(!) irreführend.
Denn offiziell ist der Weg nahezu nie “geschlossen”. Grundsätzlich dürfte man trotz Absperrung fast immer hinauf. Dabei wäre “nur” Folgendes vorzuweisen:
- ropa técnica invernal (ordentliche Winterbekleidung)
- calzado de montaña (Wanderschuhe)
- crampones (Grödeln, Steigeisen)
- piolet (Eispickel !!!)
Einen Eispickel hat sicher jeder zu Hause und auch mit bei einem Teneriffa-Urlaub…… 
Außerdem muss man Bergsteigererfahrung haben (wie auch immer die zu beweisen wäre) und eine unterschriebene Eigenverantwortungserklärung abgeben. Auch daran dürften etliche scheitern, denn diese versteckt sich mitten im PDF, das in dem Kasten beim gelben Warndreieck verlinkt und nur auf Spanisch erhältlich ist. Den Text muss man da irgendwie selber rauskopieren, ausdrucken und unterschreiben (und verstehen…).
Und was im Winter nicht sonderlich prickelnd ist: Man muss sich die PNT10-Permisos ja viele Wochen im Voraus holen und dann entscheidet das Wetterglück, ob man nur mit Eispickel los darf oder nicht. Im Prinzip bräuchte man eine Glaskugel zum Zeitpunkt des Kaufs…! 
Es sind nur 15€/Person, die man da der Parkverwaltung – mehr oder weniger unfreiwillig – “spendet”, also halb so wild. Und wenn man dann noch bedenkt, wie viele Rettungeinsätze die während der letzten Jahre hatten aufgrund der – zunehmend immer blauäugigeren – Touristen, die dort hinauffahren…
Aber wirklich fair ist das Ganze dennoch nicht. Der PNT-10 war diesen Winter nahezu durchgängig seit Mitte Dezember nur mit Eispickel zugänglich. Bei 200 Permits am Tag sind das dann doch beachtliche Summen, die ohne realisierbaren Gipfelbesuch eingenommen werden. Ich möchte lieber nicht wissen, wie viele Touristen während der letzten Wochen dort oben an der Bergstation böse überrascht wurden… 
Update: Ich habe der Parkverwaltung das auch mitgeteilt, dass die Kommunikation hier gar nicht passt. Seit kurzem steht daher auf der Seite wenigstens, dass derzeit die Kalenderbuchung “nur für Bergsteiger” offen ist. Das sollte man dann hoffentlich weniger leicht überlesen.
Und ich bin auch schon gespannt, wann im Frühling die drei Wanderwege bei der Bergstation endlich wieder öffnen. Eine aktuelle Übersicht bietet z.B. auch die Webseite “So sieht es heute auf dem Teide aus”.
Der Parkplatz…
Der Parkplatz an der Talstation ist kostenlos, aber aus Umweltschutzgründen bewusst klein gehalten. Er ist daher spätestens ab 11 Uhr meist hoffnungslos überfüllt. Man möchte, dass die Leute mit dem Bus anreisen. Derzeit ist das noch etwas kompliziert, aber mit der Einführung der Pflichtshuttlebusse im Sommer 2026, wird das wahrscheinlich kein Thema mehr sein.
Parkt auf jeden Fall nicht abseits der regulären Parkplätze. Die Ranger haben diese Woche jede Menge Tickets bei den Roques de Garcia verteilt.
Wie viel Zeit benötigt man für die Anreise?
Der Teide liegt recht zentral auf der Insel, so dass man mit dem Auto von den wichtigsten Städten in etwa gleich lang benötigt. Plant aber zur Hochsaison im Herbst/Winter unbedingt einen ordentlichen Zeitpuffer ein (dichter Verkehr, Parkplatzsuche usw.). Hier eine Übersicht mit Entfernungen und Fahrzeit zur Talstation:
- ab Costa Adeje 51 km, rund 1:05 Std
- ab Los Gigantes 54 km, ca. 1:10 Std
- ab Puerto de la Cruz 41 km etwa 1 Std
- ab Santa Cruz de Tenerife 64 km rund 1:15 h.
Mit folgenden Buslinien erreicht man ebenfalls die Talstation:
- Linie 342 ab Costa Adeje
- Linie 348 ab Puerto de la Cruz.
Wanderwege hinauf zur Bergstation
Wer sportlich ist, der kann auch zu Fuß hinauf zur Bergstation. Dafür stehen gleich vier unterschiedliche Aufstiege zur Auswahl, die aber alle genehmigungspflichtig sind:
- PNT‑07 Montaña Blanca – La Rambleta (zusätzlich noch gebührenpflichtig)
Start: Parkplatz Montaña Blanca
Aufstieg im Osten über den Mirador de La Fortaleza
Distanz: 8,3 km, 1.190 m Höhenmeter
Dauer: ca. 5 Stunden, Schwierigkeit “hoch” - PNT‑09 Teide – Pico Viejo – Mirador de las Narices del Teide (kostenlos)
Aufstieg im Westen über den Pico‑Viejo‑Krater ab der Straße TF‑38
Distanz: etwa 9,6 km, ca. 1.450 Höhenmeter
Dauer: ebenfalls in etwa 5 Stunden - PNT‑23 Los Regatones Negros (kostenlos)
- PNT‑28 Chafarí (kostenlos)
Alle Infos dazu auf dem offiziellen Portal. Die jeweiligen Buchungskalender werden ebenfalls montags um 7:00 Uhr (Kanarische Zeit) bis zu 56 Tage im Voraus freigeschaltet. Diese Wege sind aber aufgrund ihrer Schwierigkeit nicht so populär, so dass sich da meist auch kurzfristig noch etwas finden lässt.
Schutzhütte “Refugio Altavista”
Bis 2020 hatte man die Möglichkeit im “Refugio Altavista” zu übernachten – eine Schutzhütte am Teide ausgestattet mit Küche, Toiletten und drei Schlafsälen mit Platz für bis zu 54 Personen. Sie befindet sich 2,3 km von der Bergstation entfernt auf etwa 3.250 m Höhe. Von dort durfte man schon vor Sonnenaufgang den Gipfel besteigen. Es wird gemunkelt, dass sie nach mehrjährigen Sanierungsarbeiten 2026 wieder eröffnen sollte, aber aktuell gibt es da noch kein konkretes Datum.
Wer Interesse hat, behält daher am besten die offizielle Seite (www.volcanoteide.com/en/altaviste_refuge) im Auge.
Weitere Tipps
Webcams
Sehr praktisch ist die beim Parador National (Unterkunft in der Caldera) angebrachte Webcam mit Blick auf den Teide. Mit ihr lässt sich das Wetter live verfolgen. Sogar Sturm erkennt man gut, dann wackelt die Webcam recht ordentlich. Ob am kurzen Weg von der Bergstation hinauf zum Gipfel noch Schnee liegt, lässt sich damit aber leider nicht beurteilen.
Beim Observatorium Izaña befindet sich noch eine weitere Webcam, die in Richtung Teide ausgerichtet ist.
Das Wetter in den Bergen
Die Caldera und der Teide liegen normalerweise oberhalb der Wolkendecke. Dort oben scheint nahezu immer die Sonne. Auch der berüchtigte, großflächige Panza de Burro (Passatwind-Seenebel) an der Nordseite der Insel reicht in der Regel nur bis max. 1.700 m hinauf, so dass man während der Fahrt ab Puerto de la Cruz über La Orotava meist schon vor der Nordeinfahrt in den Park bei El Portillo den Teide sieht.
Es gibt aber Ausnahmen, vor allem im Winter! Wer bei Schlechtwetter an den Küsten sich für die Wolkenhöhe interessiert, schaut sich am besten die zweite Grafik im 5-Tage-Meteogramm bei Meteoblue an (die Caldera liegt auf 2.000 m). Wind und Niederschläge werden bei Meteoblue auch dargestellt. Und im Multimodell könnt ihr außerdem noch sehen, wie verschieden die Vorhersagen von den unterschiedlichen Wettermodellen sein können.
Wie häufig liegt Schnee am Teide?
Laut offiziellen Angaben des spanischen Wetterdiensts AEMET an 10-15 Tagen zwischen November und März. Dabei taut der Schnee meist relativ schnell wieder weg, vor allem während der zuletzt immer häufiger werdenden Calima-Episoden, bei denen Saharastaub und Hitze die Kanarischen Inseln heimsuchen. Jeder, der den Berg also von der Küste aus mit Schnee fotografieren durfte, kann sich glücklich schätzen. :-)
Ein wochenlang weißer Gipfel wie in diesem Winter ist eher selten. Und sobald auch in der Caldera Schnee fällt, werden alle Zufahrtsstraßen gesperrt. Die TF-21 ab Puerto de la Cruz ist dann sogar oft etwas länger unpassierbar, da sie schattiger ist als die anderen Bergstraßen in Richtung Teide Nationalpark. Aber die “Prognosen” von Google Maps sind dann nicht korrekt. Bei uns hieß es schon mehrfach, die TF-21 öffnet erst wieder in einer Woche. Tatsächlich wurde sie meist schon tags darauf für den Verkehr freigegeben.
Und es gibt immer Ausnahmen: So hat es beispielsweise im Winter 2023/24 kein einziges Mal geschneit am Teide.
Fun Fact
Der Teide wirft zum Sonnenauf- und -untergang einen unglaublich langen, pyramidenförmigen Schatten. Laut kanarischen Quellen ist es sogar der längste Schatten, der aufs Meer geworfen wird. Das glaubt man gern, zumal der 3.715 m hohe Inselberg ja von einem weitgehend hindernisfreien Meereshorizont umgeben ist. Hier ein Video dazu.
Kurz vor Vollmond wird’s besonders spektakulär, denn dieser geht dann in der Nähe der Schattenspitze auf – hier z.B. ein nettes Foto.
Tanz auf dem Vulkan
Wer sich entlang des PNT-10 über die Fumarolen wundert: Der Teide ist kein “normaler Berg”, sondern ein aktiver Stratovulkan. Derzeit werden auf Teneriffa auch immer wieder Schwarm(mikro)erdbeben registriert.
Die letzte Eruption im Teide‑Komplex liegt aber schon etwas zurück. Sie fand 1909 am Nebenkrater El Chinyero statt, westlich des Hauptgipfels. Dort sowie bei Montaña Sámara gibt es übrigens auch sehr schöne Rundwege. Nur falls ihr Alternativen für einen abgesagten Gipfelsturm sucht. Wir sind stattdessen auf die Montaña de la Botija. Auch empfehlenswert! 
Zum Schluss noch ein Tipp für alle die noch einen Reiseführer für ihren Teneriffa-Urlaub suchen:
Im Januar 2026 ist die neueste Ausgabe des Reiseführers “Teneriffa” im Reise Know-How Verlag erschienen. Seit der 11. Auflage gehöre auch ich zum Autorenteam. Solltet ihr daher Updates zur Lage am Teide haben, freue ich mich immer über Rückmeldungen hier im Blog oder per E-Mail.
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