Reif für die Insel – Gran Canaria revisited :-)

Ist das nicht ein herrlicher Canyon auf Gran Canaria? Der Südwesten der USA lässt grüßen... :-)Schon nach unserem Erstbesuch stand letztes Jahr für uns fest: Nach Gran Canaria müssen wir unbedingt noch einmal. Der späte Herbst ist doch meist recht trostlos in Mitteleuropa, da ist man schnell reif für eine (sonnige) Insel! Germania gab es inzwischen leider nicht mehr, aber zum Glück bot nun die kleine deutsche Fluggesellschaft SundAir eine Direktverbindung von Dresden nach Las Palmas an. Allerdings nur 1x pro Woche, so dass wir diesmal nur 7 Tage auf der Insel sein konnten. Los ging es am Sonntag, den 17. November. Der Buß- und Betfeiertag half wieder einen Urlaubstag zu sparen. Als Auto hatten wir erneut die Golf-Kategorie ausgesucht, diesmal allerdings nicht von Dollar (deren Station liegt einfach viel zu unpraktisch und als einzige der großen Anbieter außerhalb des Flughafens). Und wir hatten aus den Fehlern des letzten Urlaubs gelernt: Auch Automatik musste sein bei diesen ganzen Bergstraßen. Steffen hatte sogar eine entzündete Sehne vom vielen Kupplungstreten bekommen…!

Da wir relativ spät landeten und das Wetter schon in Meeresnähe total durchwachsen war, beschlossen wir nicht mehr hinauf in die Berge zu schauen, sondern zu unseren zwei Lieblingsfelslöchern, dem Bufadero in La Garita. Eigentlich sollten die Gezeiten recht gut passen mit knapp positiven Werten zum Sonnenuntergang. Den gab es an dem Tag allerdings nicht, zur Draufgabe fing es sogar leicht zu regnen an. Wetter und Meer hatten sich gemeinsam gegen uns verschworen. Der Wellengang war so hoch, dass man das Schauspiel nur aus weiter Ferne verfolgen konnte. So weit, dass man kaum etwas sah und der Spaß sich in Grenzen hielt. Direkt am Parkplatz hatte man einen neuen Trainingsplatz errichtet, wir alberten dort etwas rum an den Geräten und beschlossen dann das einzig Sinnvolle an dem Abend zu tun: Uns die Gambas al Ajillo im “Mar Azul” in Puerto de Mogan schmecken zu lassen. Ein ganzes Jahr hatten wir darauf gewartet!!! :x

Unser Lieblingsessen auf Gran Canaria: Gambas al Ajillo mit Papas Arrugadas als Beilage im Mar AzulGegen Ende der Woche wurden wir beim “Blauen Meer” schon mit Handschlag begrüßt. Insgesamt 15x Gambas (7,90€ etwas teurer als letztes Jahr) und 15x Papas Arrugadas (große Portion für 2,50€, ev. die preiswertesten der ganzen Insel!?) standen dort auf unserem Tisch. Und dann noch ein paar Flans (meine Lieblingsnachspeise aus Kindertagen) sowie etliche Copas de Vino Tinto (bei mir :) ) und noch mehr Tropical-Biergläser (bei Steffen :) ).
Die Kellner sind dort auch richtig super! Einer schnappte sich sogar mal einen Stuhl und setzte sich kurz zu uns an den Tisch, die Chinesin begrüßte uns bereits mit Wangenbussis und der dritte Kellner verbrachte am Donnerstag (da war nur wenig los) den halben Abend bei uns und erzählte mir alles, was ich über die Insel wissen wollte sowie allerhand Lustiges zum Thema “kuriose Touristen”. Der Mischmasch aus eingerostetem Portugiesisch und nicht vorhandenen Spanischkenntnissen klappte ganz gut. :)
Er konnte aber auch ein Wort auf Deutsch. Ein Urlauber gab wohl nach dem Genuss der Gambas ständig nur mehr “wunderbar, wunderbar” von sich. Können wir gut nachvollziehen! :)

Das kleine Lokal befindet sich in der hübschen Ortschaft Puerto de Mogan an der Südküste der Insel.
Durch die Gassen im Zentrum schlendert man immer wieder gern, die Bougainvilleen blühen dort in unterschiedlichen Farben.
Und auch der Hafen wurde in Puerto de Mogan recht malerisch angelegt.

Nur drei andere Restaurants haben wir während der Woche noch ausprobiert, eines in den Bergen an der 504 (man braucht weder diese Straße zu befahren noch das Lokal aufzusuchen ;) ), dann eine Pizzeria an der Touristenmeile am Strand von Puerto de Mogan (Pizza OK, Preise aber entsprechend und Salat eine Katastrophe…) und das Riva “Fine Dining” gleich vor unserer Haustüre (1A insalata, meine Pizza war super, Steffen war der Teig von seiner Trüffel-Pizza aber zu knusprig bzw. zu hart gebacken).

Apropos “vor der Haustür”: Auch hier hatten wir von der letzten Reise gelernt. Die Sonne geht kurz nach 18 Uhr unter, die Abende sind lang und die möchte man in schöner Umgebung verbringen. So hatten wir diesmal auch ein Apartment in Puerto de Mogan gebucht. Lina Mogan in deutscher Hand war OK, mehr aber auch nicht. Sauber, netter Balkon und wirklich gemütliche Gartenanlage. Aber es war ziemlich laut, Bauarbeiter haben unsere ersten Nächte stark verkürzt. Das änderte sich dann zum Glück nach einer Beschwerde. Was aber gleich blieb: der Fernseher und das Internet funktionierten nicht. Ersteres war unwichtig, Zweiteres ärgerte uns – vor allem weil dagegen auch nichts unternommen wurde! Einen lustigen Zwischenfall gab es mit dem netten Nachbarn unter uns: Da hatte es beim Check-in wohl ein kleines Kommunikationsproblem zwischen Gastgeber und Gästen gegeben. Um nicht die Nacht im Freien verbringen zu müssen, durften sie in James Bond Manier einige Meter oberhalb des Gartens über den Nachbarbalkon in ihre Wohnung klettern, weil sich ihre Tür wegen dem innen steckenden Zweitschlüssels nicht mehr von außen öffnen ließ…

Der Blick von unserem Balkon hinunter in Richtung Hafen - den muss man allerdings hochkant fotografieren, denn rechts steht ein hässlicher Mobilfunkmast.
Die Gartenanlage in unserer Unterkunft Lina Mogan war sehr hübsch, nur schade dass wir keine Zeit hatten diese auch zu nutzen...
Denn morgens nach dem Frühstück ging es immer hinauf in die Berge, aus denen wir erst nach Sonnenuntergang wieder zurückkehrten (hier an der GC-200 einige Kilometer nördlich von Puerto de Mogan).

Wirklich genutzt haben wir unsere Wohnung nicht, leider auch nicht die Gartenanlage. Abends saßen wir (fast) immer im Mar Azul und jeden Morgen ging es bei uns zum Frühstück zuerst ins Helamore. Die machten erst um 9 Uhr auf – der Grund warum es diesmal keine Sonnenaufgangsfotos gibt (außer von unserem Balkon :D ). Der Café con leche von Nespresso kostete dort auch heuer noch immer 1,25€. Und dann haben wir da noch das Turrón-Eis für uns entdeckt, sehr fein (die anderen Sorten, die wir probiert haben, waren nicht so unser Fall). Turrón Duro ist ja auch Steffen Lieblingssüßigkeit in Spanien, wird vor allem (oder nur?) zur Weihnachtszeit gegessen. Aus gerösteten Mandeln, Honig, Zucker und Eiweiß entsteht nach dem Abkühlen ein knusprig harter (“duro”) Riegel.
Nach dem Kaffee+Eis verschwanden wir zwei Häuser weiter im Spar, der herrliche kleine Baguettes hatte und alle anderen Dinge, die wir sonst noch so mögen: Oliven “mit Essiggurkerln”, frischen Orangensaft, feine Salcichón, den Queso Chedar von Presidente zum Dippen und vielerlei Früchte. Die auch innen pinkfarbene Pitaya Granel, eine tropische Frucht, war ein interessantes Farberlebnis. Auch tags darauf, auf Details gehe ich jetzt lieber nicht ein…

Aber ich schweife ab, man könnte fast meinen wir haben auf Gran Canaria nur geschlafen und gefuttert… :)
Dem war aber nicht so. Wir sind wieder ordentlich unterwegs gewesen, mit dem Auto in den Bergen herumgekurvt (insgesamt 1.063 km) und auf der Suche nach den schönstplatzierten “Orgelpfeifen”-Kakteen mit den Wanderschuhen fleißig bergauf/bergab gewandert (weit mehr als beim letzten Mal). Die auf den Kanaren endemischen Sukkulenten (Euphorbia Canariensis oder auf Spanisch “El Cardón”) schmücken die Berghänge in tieferen Lage im gesamten Süden und Osten der Insel, aber man glaubt es nicht, wie lange es dauert, bis man einige dieser Pflanzen in richtig fotogener Umgebung findet. Eine Autobahn, irgendwelche Ortschaften oder sonstige Häuser will man ja meist nur ungern mit auf dem Bild haben. Und nichtssagend sollte die Schlucht im Hintergrund möglichst auch nicht aussehen. Aber wer suchet, der findet;)

Das war eines unserer begehrtesten Fotoobjekte bei diesem Trip: Besonders nett positionierte Exemplare von der Euphorbia Canariensis, einer auf den Kanaren endemisch Sukkulentenart.
Auf der Suche haben wir viele Kilometer und Höhenmeter auf Schusters Rappen zurückgelegt. Aber auch die ein oder andere abenteuerliche Bergstraßen führte uns zu den Euphorbien.
Wobei man diese nicht mehr wirklich als Straße bezeichnen kann. Wohin soll der Gegenverkehr, wenn es direkt neben dem Auto gleich mehrere Hundert Meter senkrecht in die Tiefe geht!??
Immer wieder ein toller Anblick - mit ihren vielen Armen erinnert uns die Kanarische Euphorbie sehr an die Organ Pipe Kakteen im US-Südwesten.
Sie wachsen in tieferen Lagen im Osten und Süden Gran Canarias, auch bei den Los Azulejos (span. für Fliesen)
Etliche Hundert Höhenmeter oberhalb der Straße gibt dort es an den Berghängen noch weitere bunte Farbstreifen und eine Reihe von Pools, deren Wasser jetzt im Herbst sehr tief stand und leider nicht besonders einladend aussah.

Wir hatten einiges vom letzten Urlaub, das wir nochmal besuchen wollten, aber auch ein paar neue Plätze rausgesucht. Sehr nett war u.a. der Barranco Hondo, eine Schlucht, die auch gut in den Südosten Oregons passen würde und als Highlight einen doppelten Felsbogen bietet. Der Arco del Coronadero wirkt in natura fast noch mächtiger als auf Fotos. Man bräuchte dort ein Ultraweitwinkel, 16 mm sind viel zu wenig!
Sehr hübsch war auch Ventana del Nublo (an Felsbögen mangelt es auf Gran Canaria echt nicht!) sowie die Gegend an der GC-200 rund um die Los Azulejos, irgendwie eine Mischung aus buntem Death Valley “Artist Drive” und türkis-orangefarbenen Sveinsgil in Island. Steffen war dort wieder ganz in seinem Element. ;)
Leider hatten die Pools oberhalb der Straße, die man nach etlichen 100 Höhenmetern zu Fuß erreicht, nur wenig und unappetitlich aussehendes Wasser drinnen.

Der Arco del Coronadero ist einer der größten Felsbögen auf Gran Canaria, zum besseren Größenvergleich hier mit Steffen
Und hier nochmal der Arco del Coronadero, nur von der anderen Seite und mit Isa auf dem zweiten Felsbogen
Um einiges kleiner, aber noch immer sehr beeindruckend ist das Ventana del Nublo (span. Fenster der Wolken). Nur kurz nach diesem Foto hat es uns dort für die restlichen Abendstunden total eingenebelt...

Mein absolutes Lieblingsziel bleibt aber nach wie vor der Pico de Nieves. Gleich 3x war ich diesmal dort oben zum Sonnenuntergang. Zuerst bibberten wir gemeinsam knapp unterhalb der Nebelgrenze im eisigen Wind, der nur noch mehr Nebel vom Norden aufziehen ließ und sahen das goldene Licht nur wenige Meter über uns – schon etwas frustrierend! Auch nicht besser beim zweiten Mal, da regnete es wie aus Eimern… Daher beschlossen wir uns beim 3. Versuch zu splitten – wir wollten nicht schon wieder beide Pech haben…!
Lustigerweise passte da plötzlich alles. Steffen stand beim Ventana del Nublo, wo man bei den ersten Besuchen kaum die Hand vor Augen sah, und hatte sehr gute Bedingungen. Und mich faszinierte der stete Wechsel von Nebel und Sonne am Pico de Nieves. Das Vergnügen war allerdings nicht von langer Dauer und unmittelbar vor Sonnenuntergang nebelte es mich wieder total ein. So ging ich zurück zum Parkplatz, der schon verwaist war.

Immer wieder eine Herausforderung an der richtigen Stelle zu stehen, denn man weiß nie, wo der Nebel hinzieht. An diesem Abend haben wir uns getrennt, einer stand beim Ventana del Nublo und der andere etliche 100 Höhenmeter weiter oben beim Pico de Nieves.
Steffen hatte Glück, endlich hatte er freie Sicht durch das Ventana del Nublo bis zum Teide auf der Nachbarinsel.
Isabel war anfangs begeistert von den aufsteigenden Nebelschwaden, war dann aber ziemlich rasch komplett eingenebelt. Erst nach Sonnenuntergang rieß es wieder auf.

Nur noch ein Spanier hielt dort eisern die Stellung, zum Glück ein ausgesprochen netter. Der Fitnesstrainer aus Las Palmas war ähnlich redselig und euphorisch wie unser Mar Azul Kellner und ich konnte meine Kenntnisse über die Insel noch etwas weiter vertiefen. :)
Der Pico de Nieves wird seinem Namen nur alle paar Jahre gerecht, am ehesten im Februar und dann nur für 1-2 Tage. Hässlich soll der Schnee auch aussehen, als hätte man das Eisfach vom Kühlschrank auskratzt. Aus dem Pozo de Nieves (Schnee-Brunnen) holten sich einst die Inselbewohner ihr Kühleis usw. usw…
Um ein Haar hätten wir vor lauter Plappern übersehen, dass wir wieder freien Blick auf den Roque Nublo und den Teide (auf Teneriffa) hatten. Der Nebel hatte sich so plötzlich gelichtet, wie er gekommen war. Dazu noch herrliche Wolken und ein intensives Abendrot – wirklich ein grandioses Finale!
Wir waren noch am Fotografieren, als Steffen mich abholen kam. Und dann wurde auch noch ein Weilchen weitergequatscht.

Aber auch das gibt es: Der Nebel zieht zum perfekten Zeitpunkt weg und sorgt kurz vor Sonnenuntergang für einen herrlichen Regenbogen beim Roque Bentayga.Man sollte auf Gran Canaria in den Bergen wirklich nie die Hoffnung aufgeben. Die Bedingungen ändern sich so rasch wie sonst nur in Island. Wir hatten auch bei diesem Aufenthalt wieder eine ganze Reihe von Regenbögen. Am verrücktesten war die Lichtstimmung an einem Abend, den wir aufgrund von Dauerregen schon fast abgeschrieben hatten. Wenn der nach Osten zugewandte Teil der Berge komplett dicht ist, sollte man die Hoffnung auch nicht aufgeben und rüber in den Westen fahren. Uns erwartete an dem Tag DER Wow-Moment des Urlaubs: Bei Artenara riss die Wolkendecke stellenweise auf und die untergehende Sonne krachte so richtig in die Schlucht hinein, ließ den Roque Bentayga und die Espinillos glühen und zauberte auch noch einen Regenbogen ins Bild. :x :x :x
Zur Draufgabe tauchte selbst noch der Roque Nublo auf, der den ganzen Tag seinem Namen gerecht wurde und einge”nubelt” war. Und schneller als man sich versah, war der Himmel plötzlich leergefegt, ganz ohne Wolken oder Nebel! All das innerhalb von einer 3/4 Std – echt verrückt!

Die Gegend rund um Artenara zählt sowieso zu unseren Lieblingsplätzen auf der Insel. Es war nur frustrierend zu sehen, welch schlimme Schäden der Großbrand diesen Sommer hinterlassen hat. Die ganzen Berghänge, die letzten Herbst noch voller Drachenbäume und saftig grün waren, sahen jetzt nur noch karg und schwarzgrau aus. Der Vergleich auf den Fotos unten zeigt das Ausmaß – vorher/nacher an der gleichen Stelle entlang der GC-210 zwischen Artenara und Cruz de Tejeda…  :((

Ein Sonnenuntergang vom letzten Herbst, vor dem Großbrand rund um Artenara
Exakt derselbe Ort ein Jahr später - all die grünen Büsche und Drachenbäume sind dem Brand zum Opfer gefallen.
So mancher Berghang und Canyon in Richtung Westen sieht nun recht verbrannt und trostlos aus...

Dort ist die gesamte Vegetation total verkohlt. Selbst die (Holz-)Leitplanken an der Straße hatte es erwischt. Erschreckend auch wie nah an die Häuser der Brand herangekommen war (in Tejeda zum Teil bis auf 1 m!). Zum Glück wurden aber heuer keine Todesopfer beklagt!
Und lasst Euch bloß nicht abschrecken durch meine Schilderungen hier: Schön ist die Canyonlandschaft auf Gran Canaria und auch dort noch immer, vor allem im Abendlicht oder mit Drama. Wer den Café con leche in einer Höhle “con Aussicht” genießen möchte, dem kann man das etwas versteckte Restaurant “Mirador La Cilla” in Artenara empfehlen. Wobei dort die Aussicht wesentlich besser als der Kaffee ist. ;)

In den Wäldern westlich von Artenara sind die Spuren des verheerenden Waldbrands auch deutlich sichtbar.
Die Aussicht vom Restaurant Mirador La Cilla in Artenara war trotzdem noch immer schön!
Die Woche auf Gran Canaria war wieder ausgesprochen abwechslungsreich - hier abschließend noch ein Regenbogen auf der Fahrt zur Presa de las Ninas an der GC-605.

Wir haben auch diesmal wieder etliche Bergstrecken ausprobiert, die wir noch nicht kannten, darunter z.B. die GC-605 vorbei an der Presa de las Ninas. Mit Regenbogen war auch diese Straße durchaus sehr schön. Aber es gab wieder etliche haarsträubende Momente! Was ich nämlich bisher total vergessen habe zu erwähnen: Die Spanier fahren alle wie die Irren! Ganz gleich ob Auto-, Rad- oder Motorradfahrer, die sich lebensmüde in unübersichtliche Kurven legen… Leider ereignen sich so immer wieder tragische Unfälle auf den engen Bergstraßen. Den Gegenverkehr hat man sehr oft auf der eigenen Spur und zwar überall: auf engen Bergstraßen, mit einer durchgezogenen Mittellinie und egal ob tagsüber oder nachts. Bei Nebel schalten etliche nicht mal das Licht ein. Und diesmal hatte einer sogar die glorreiche Idee nachts an der GC-210 in einer nicht einsehbaren Serpentine, wo längere Autos schon fast kaum rum kommen, ein Wendemanöver zu versuchen. Steffen war zu dem Zeitpunkt zum Glück extrem langsam unterwegs, andernfalls hätte es 100%ig gekracht. :(

Bei der täglichen Heimfahrt auch wieder dasselbe Phänomen wie schon im letzten Herbst: Oben in den Bergen wurde es nach Sonnenuntergang meist recht frisch – so um die 10°C, wenn nicht noch weniger. Unten angekommen an der Südküste auf Meereshöhe hätte man das Thermometer eichen können, denn kurz vor 8 Uhr zeigte es uns jedes Mal aufs Neue 21°C an. Schon irgendwie lustig! :)

In den Stunden vor dem Abflug verschlug es uns dann noch ins für uns “touristische Neuland”, zum Faro de Maspalomas. Obwohl wir letztens dort in der Nähe gewohnt hatten, sind wir da irgendwie nie hingekommen. Kann man sich aber anschauen! Wir genossen die letzten Sonnenstrahlen bei 24°C und einen letzten Café con leche (der von vielen Ausländern wahrscheinlich öfters bestellte, gleich große Cappuccino war um 1€ teurer!). Den Strand empfand ich als grauenhaft (bin was das betrifft sehr verwöhnt ;) ), aber die Meerespromenade ist nett zum entlang Flanieren und die Restaurantzeile ist auch fein. Was mich aber am allermeisten begeistert hat, war die Anlage des Lopesan Costa Meloneras Resort. Als hätte man ein nobles Las Vegas Casino direkt ans Meer gesetzt und mit einer sagenhaften Poollandschaft ausgestattet – neben hübsch angelegten Schwimmbecken mit Wasserfällen gibt es noch ein von Palmen umgebenes Infinity-Pool, dessen Wasser mit dem Meer “verschmilzt”. Diese Abendaufnahme im Internet (-> Link) hat mich dann endgültig überzeugt, dass wir beim nächsten Gran Canaria Besuch dort residieren + baden gehen MMÜÜSSSSEN. Und so kam es, wie es nicht selten bei uns am letzten Urlaubstag passiert: Wir schmiedeten neue Pläne. Und diesmal werden wir vermutlich nicht bis zum nächsten Herbst warten, sondern mir einen kleinen Geburtstagwunsch erfüllen….. :lala:
Alle guten Dinge sind drei…
To be continued…

PS: Und bitte nicht wundern, in dem Bericht haben wir etliche Fotos nur schnell mit dem Handy “geknipst”. In diesen Fällen ging es uns mehr ums Dokumentieren als ums Fotografieren. ;)